Fannyblu'malt

Archiv für den Monat August 2017

Otto Dix, der Maler,  der viele seiner Modelle grotesk und monströs darstellte,   hat Bilder von Säuglingen gemalt,  die ich stundenlang betrachten kann.  Ihr müsst sie Euch unbedingt ansehen, auch, wenn Ihr sie schon kennt.  Die Kinder sehen alt aus, ausgeliefert und roh. Großartig! Ich zeichne, seitdem ich sie gesehen habe, Babys, in vielen Variationen. Die Kombination von schwarzer Tinte mit Chinacridongelb in dieser Zeichnung gefällt mir sehr gut.  Malt, malt, sonst… Weiterlesen

..male ich ein Bild von mir,  mit einem dicken Marker,  vor dem Spiegel.   Werfe Farben auf‘ s Papier, alles, nur keine Hautfarbe.  Und : es gibt ein Gedicht von Helmut Krausser, das meine Stimmung enorm anheben kann.  Die Sache mit dem Zwergchamäleon – Iff hab waf fiffen den Fähnen – kannft du ma nachfehn? – Oh, tatsächlich, da sitzt ein Zwergchamäleon. – Efft? Was mafft daf ’n da?  – Jetzt wird es… Weiterlesen

Mit der Last von tausend  Kürbissen und meiner Frau auf dem Anhänger fahr ich vom Nebel durchnässt über die Felder zurück!  Tokita Norio: Hoppōron, 1982 Ich weiß wohl, dass das keine Kürbisse sind,  aber ich fand dieses Gedicht 1000 mal schöner als das mit Melonen.  Es handelt es sich übrigens um ein Tanka – ein Gedicht aus 31 Silben in 5 Versen aus Japan.  Es ist aus einer wunderbaren Anthologie : ‚Gäbe… Weiterlesen

Heute habe ich eine Monotypie für Euch-  und eine kleine Anleitung dazu.  Das „Drucken“ dauert nur 2 Minuten und ich verspreche, Ihr werdet überrascht sein!  Auf eine gleichmäßig mit Druckfarbe (Gouache oder Acryl funktionieren auch) bedeckte Glasplatte legt Ihr vorsichtig ein feines Blatt Papier. Nicht andrücken! Auf das Papier zeichnet Ihr, was Euch in den Sinn kommt. Malt z.B. eure linke Hand!  Aber Vorsicht! Es besteht die Gefahr, dass Ihr sehr, sehr… Weiterlesen

“ Zeichne! Ohne  auf das Blatt zu sehen und ohne den Stift abzusetzen.“ Das ist nicht neu? Nein, und doch.. Tu es! Lass den Stift laufen, gib Energie hinein. Dein Verstand zweifelt noch? Lass ihn wie einen fremden Mond gen Himmel steigen und zeichne!                    

Niemals anders sah ich Dich erwachen als mit einem heitern Lachen. Gleich als ob von einem Paradiesesbaume Blüten du gepflückt im Traume. Und so hoff ich, dass mit heiterm Lachen Jetzo auch du wirst erwachen Droben von des Lebens kurzem Traume Unterm Paradiesesbaume. Aus den Kindertodtenliedern von Friedrich Rückert

Liebe Freunde des fannyblu- Blogs, heute habe ich für Euch ein Aquarellbild, in einer Farbe gemalt, in Indigo. Solch monochrome Bilder zu malen fordert ein genaues Hinsehen, um die verschiedenen Abstufungen wiedergeben zu können. Indigo ist wunderschön, allerdings nicht besonders lichtecht, es bleicht leicht aus. Sepia ist ebenso eine feine Farbe für einfarbige Bilder.  Mit einer Farbe zu arbeiten ersetzt einen Wellnesstag, probiert es mal aus. Man kommt in einen Flow und… Weiterlesen

Mond und Blumen, ach- Neunundvierzig Jahre umhergegangen und die Zeit vertan.  Issa Heute möchte ich Euch von meinem kreativen Arbeiten mit den kürzesten aller lyrischen Texte aus Japan erzählen, den Haikus. Eine Folge von fünf- sieben- fünf Zeilen, meist Naturbetrachtung, ist das Haiku und kann doch das ganze Sein in einem Augenblick, die Welt und deren Vergänglichkeit spüren und empfinden lassen.  Ich nehme ein feines, leeres Blatt, lege es vor mich hin… Weiterlesen

So beginnt das Gedicht ‚Flugschrift‘ von Friederike Mayröcker. Ich habe nie Kostbareres als ihre Gedichte gelesen. Sie lösen tiefe Zärtlichkeit für unser schönes Leben und die geschenkte Natur in mir aus. Die Gedichte überwinden alle Schutzwälle und treffen mitten ins Weiche, mit aller Kraft, die Schwingung der Worte haben kann.  Sucht Ihr nach einer Inspiration zum kreativen Arbeiten? Lest von dem ‚ Rosenstrauch, grüner Flor, dieser Dom aus Blättern, Kuppel…‘ oder ‚… Weiterlesen