„In dir singen die Flüsse..“

„Und jener wie Knaben, unbelauscht sich wähnend und einsam im grasigen Grunde, wandelt hin und her und ließ von den spielenden Wellen leicht die Spitze des Fußes, dann auch die Knöchel benetzen. Eilig dann und gelockt von der Milde des schmeichelnden Nasses, streift von dem zarten Leibe ab er die weichen Gewänder….

„Sieg! Nun ist er mein“, so jubelt die Nymphe, und alle Kleidung wirft sie bei Seite und gleitet hinab in die Wellen, fasst ihn, wie sehr er sich wehrt, und zwingend raubt sie ihm Küsse, klammert die Hände um ihn, bedrängt seinen sträubenden Busen ..wickelt sich um ihn..wie Efeu sich steil an hohen Stämmen emporrankt, oder wie ein Polyp den unter Wasser ergriffenen Gegner von allen Seiten mit langen Fängen umklammert. 

aus Metamorphosen von Ovid 

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