Im Fluss

„Es ist gut, über die Flüsse zu reden. Noch besser ist es, mit Ihnen zu sprechen. Aber das Beste ist, einFluss zu werden.“

Elmar Schenkel

Weiße Rauchfahnen

Ich trauer nicht, ich rufe nicht, ich weine nicht-

Alles verfliegt wie weißer Rauch aus Apfelgärten.

Sergej Jessenin

Ein und derselbe Wind..

Ein und derselbe Wind streift

Über die Kiefern am Berg und die Eichen im Tal

Warum klingt Ihr Rauschen denn so verschieden?

Heute habe ich sowohl auf Pauspapier als auch auf Zeichenpapier gezeichnet. Dann habe ich das transparente Papier auf das weiße gelegt, einmal auf die gleiche Zeichnung, einmal auf einen Druck.

Mir gefällt der Effekt!

Die Sonne scheint mir in’s Gesicht. Nach den diesigen Tagen zieht es mich nach Draußen. Adieu und bis bald!

Fallen Angels

Where do fallen angels go

I just don ‚t know

where do fallen angels go

they keep falling, falling, falling..

Aerosmith

Kreide und Papier: die Zweite!

Nach Versuchen, etwas wirklich richtig Gutes zu zeichnen, womöglich noch auf teurem Papier, die meist missglücken, gibt es nur Eines: Blind mit links zeichnen.

Es entspannt, lockert, macht glücklich und den Kopf frei für neue Experimente. Und ich finde spannende Themen für die kommende Zeit.

Während ich versuche, dies zu schreiben, liest mein Mann mir aus der Biographie von Miles Davis vor, zeigt mir Fotos von dessen Versuchen als Maler, fragt mich, ob ich ein Ei möchte, spielt mir sketches of spain vor, puh, ich kann mich nicht konzentrieren.

Also, ich muss mich kümmern: Macht’s gut!

Die Vorstellung einer Gottheit, die den Hochmut oder die Unbotmäßigkeit ihrer Geschöpfe dadurch bestraft, dass sie sie in die Tiefe stößt, ist sehr alt: In Homers Ilias erzählt Hephaistos etwa davon, wie Zeus ihn an der Ferse packte und ihn von der Schwelle des Olymps schleuderte, so dass er nach eintägigem Flug auf die Insel Lemnos herabfiel und „kaum noch Leben atmete“.

(Wiki)

Trois crayons

Mit Kreidestaub bedeckt sitze ich hier an meinem Bartisch in der Küche. Gescheitert und völlig groggy. Gestern war ich mit meinem Malbuddy in der Gurlitt-Ausstellung in Bonn. ˋKreide auf Velinpapier´ stand unter sehr vielen Werken.

Wir, gleich danach, ganz beseelt zum Kunstbedarf gestiefelt und Velinpapier und Kraftpapier besorgt. Heute legte ich mir meine Conté- Kreiden und ein paar Pastellkreiden zurecht und begann mit Feuereifer nach Vorlagen von Pinterest zu zeichnen.

Wie kann ein Mensch mit diesen groben, klobigen Kreiden solche Feinheiten zeichnen, ohne A1 zu benutzen? Wie, in Gottes Namen, kann ein Künstler mit Strichen solche Weichheit erzeugen? Wie erreicht man die subtile Kostbarkeit solcher Zeichnungen? Ich stehe vor einem Rätsel, aber meine Maxime lautet: „Niemals, unter keinen Umständen, aufgeben.“

Macht Euch also gefasst auf weitere Zeugnisse meines Scheiterns. Da müsst Ihr mir jetzt die Stange halten.

Kreidige, staubige Grüße aus meiner Küche!

Meerumschlungen

In Martin Walsers Roman „Brandung“ wird der Protagonist, Helmut Halm, von Brandungswellen niedergedrückt. „Die auf ihn einschlagende Welle warf ihn einfach um. Er schlug mit dem Rücken und mit dem Hinterkopf auf den gar nicht weichen Sand, überschlug sich rückwärts, wurde unter Wasser gewirbelt, gedreht, geworfen. Luft hatte er eigentlich nicht mehr. Er war in einem tosend zusammenstürzenden Kristallpalast, in dem er erstickte.“

Ich habe in Wikipedia über Monsterwellen gelesen.

Es sind außergewöhnlich hohe marine Wasserwellen, die bis zu 40 Metern hoch werden. Die Höhe und die hohe Geschwindigkeit solcher Wellen erzeugen enorme Anprallkräfte. Kleinere Schiffe können verschluckt oder zerschlagen werden. Zufällig an Steilküsten auftreffend, können sie auch Menschen und Tiere mitreißen.

Drei Arten sind bisher bekannt:

1. Der Kaventsmann

Eine große, relativ schnelle Welle 🌊 (das Wort benutze ich ständig, habe aber erst heute erfahren, was es ist)

2. die 3 Schwestern

Drei schnell aufeinander folgende große Wellen

3. die weiße Wand

Eine sehr steile Welle, von deren Kamm die Gischt herab sprüht

Am Anfang des neuen Jahres bin dankbar für Euer Interesse an meinem Blog und freue mich auf ein neues Jahr, in dem ich mit Euch kommunizieren, Lebensfreude empfinden und lachen kann.

Ich wünsche Euch allen für 2018 blühende Herzen, sanftes Mitgehen mit den Wellen, Ehrfurcht vor dem Schönen und Mitgefühl mit jenen, denen die Wellen zu stark erscheinen.

f.blu