Weiß im Aquarell

‚Der weiße Palast fing das Abendlicht ein

und gab es schweigend an das Meer zurück.‘

Eine Straßenszene aus Mumbai.

Das helle Gestein wirkt wie ein Lichtkörper, wird noch Sonne tragen, lange, nachdem der Himmel dunkel geworden ist, es reflektiert die Farben der Umgebung.

Meine Aquarellfarben sind für mich mit Assoziationen verknüpft:

Der helle Stein speichert die Wärme der Sonne: Neapelgelb oder gelber Ocker

Lichte Schatten an den Kuppeln: Neapelgelb mit einem Hauch von Sepia, für die leichte Kühle

Ein Hauch von Orange, um die Reflexion der Markise wiederzugeben

Für die Schatten neben den Vorsprüngen : Ultramarin mit einem Hauch von Quinacridone Rose

Wichtig ist die Verdünnung mit viel Wasser, um das Licht zu erhalten.

‚Das Licht lag auf den weißen Palästen wie warmer Staub aus Gold und machte selbst die Schatten weich.‘

Auch in diesem Sketch habe ich ein Neapelgelb mit Resten von der Mischfläche ein wenig neutralisiert. Ich achte auf eine feine Variation der Schatten in eine mehr kühle bzw. warme Richtung.

Mögen Euch noch viele goldene Augenblicke begegnen und verliert das Staunen nicht!

Habe die Ehre!

Eure Stefanie

2 Antworten zu „Weiß im Aquarell“

  1. Sehr ansprechend: Diese Aquarelle und die Worte dazu!
    Ich zeige es gleich bei mir an.

    1. Das ist ja lieb von Dir! Danke, Gisela! ❤️

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