Traktoren sind gar nicht so leicht zu skizzieren

Auf unserer Fahrradtour am Main fuhren wir an einem wunderschönen Feld mit Traktoren, Heuballen und Apfelbäumen vorbei. Nach einer scharfen Bremsung riss ich das Fahrrad zurück. Habt Ihr schon einmal einen Traktor gezeichnet? Plant ein paar Stündchen ein. 😅

On a bycicletour on the Main I discovered a tractor standing between hay bales and appletrees. It was a real challenge sketching this beautiful guy.

Mein Lieblingsbuch zum Urban Sketching

Egal, wo man das Büchlein aufschlägt, die wunderschönsten Bilder strahlen einem entgegen. ‚Working with color’ von der wunderbaren Künstlerin Shari Blaukopf aus Montreal ist für mich zu einem ständigen Begleiter geworden. Immer wieder nehme ich es aus dem Regal und schlage nach.

Im ersten Kapitel zeigt sie ihr Material und erläutert kurz Grundbegriffe der Farbenlehre. Im zweiten geht es um Pigmente und Mischtechniken, z.B. das Ermischen von natürlichen Grüntönen oder Dunkelheiten. Im dritten Kapitel lernen wir das Wahrnehmen und den Einsatz von Tonwerten (Hell bis Dunkel). Kapitel 4: Arbeiten mit einer limitierten Farbauswahl. Kapitel 5: Über das Zusammenspiel verschiedener Farben Kapitel 6: Ermischen von Grautönen

Im 2. Teil des Buches sehen wir Bilder zu Stimmung und Atmosphäre. Es geht um Licht und Schatten oder das Verwenden sehr ausdrucksstarker Farben. Das Buch hat 109 Seiten und enthält viele Bilder sowohl von Shari Blaukopf als auch von anderen genialen Urban Sketchern.

Die Erklärungen sind sehr kurz gehalten und setzen Grundkenntnisse voraus. Es ist kein Übungsbuch mit Anleitungen, sondern mehr eine Bildersammlung zur Erinnerung an Grundprinzipien. Einsteigern ins Urban Sketching würde ich es nicht uneingeschränkt empfehlen.

Am Ende stehen einige challenges, z.B. Sketch in a café and use warm colors to capture the room‘s social liveliness. Sketch using an analogous color scheme.

Koblenzer Skizzen- Macht mit!

Wir freuen uns! Unser dritter Kurs in Koblenz startet. Am 19.9.2020 werden wir in der Stadt gemeinsam in unser Skizzenbuch zeichnen. Nach der guten alten Pleinair-Tradition vor Ort und nicht vom Foto. Themen werden wir an Eure Bedürfnisse anpassen: Perspektive, Menschen, Aquarell…. Geht mit und habt Spaß!

Wir geben den Kurs zu zweit. Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr Euch unsere Beiträge in Instagram anschauen. Mich findet Ihr unter #fannyblu64 und Kerstin unter #brillantopernrosa.

Kulturelle Öde in Koblenz

Meine Freundin und ich möchten am 11.07. einen Urban Sketching-Workshop anbieten. Ich mich also heute auf mein Rad geschwungen und freudig pfeifend los, um kleine Plakate aufzuhängen. In der Stadtbibliothek nahm man mein Papier ein bisschen so wie eine Zeitung, in die vorher geräucherter Fisch eingewickelt war und ich erhielt vom zuständigen Entscheidungsträger die Antwort, dass sie grundsätzlich nur Angebote von der Stadt oder dem Land aufhängen. In unserem Geschäft für Kunstbedarf, Listmann, beantwortete man meine freundliche Bitte, das Plakat aufhängen zu dürfen, mit einem Wort von der Chefin, die sich das Angebot noch nicht mal ansah:“Nö!“ EVM: (mit spitzer Stimme) „In der Coronavirus-Zeit hängen wir nichts auf.“ Wie bitte? Ist jetzt nicht gerade die Zeit, Kultur wieder aufleben zu lassen? So ging es weiter: Befremdetsein und gerümpfte Nasen. Strahlend weiße Litfaßsäulen strahlten mich an, die mit 3 Plakaten der städtischen Museen beklebt waren. Wie gerne hätte ich unser Blatt drangeklebt, aber im Netz habe ich von drastischen Strafen bei wildem Plakatieren gelesen. Ok, irgendwann war ich so gefrustet, dass ich mir in unserem Altstadtcafé ein fettes Stück Apfelschmandtorte bestellt und auf alle Banausen in Koblenz einen Cappuccino getrunken habe. Letztens Ende habe ich in der Peripherie ein paar Gnädige gefunden. Ich hoffe, ein paar Interessierte halten sich randständig auf. Danke, dass ich mir meinen Frust bei Euch von der Seele reden durfte und ein Hoch auf die Freiheit des Geistes.