Traktoren sind gar nicht so leicht zu skizzieren

Auf unserer Fahrradtour am Main fuhren wir an einem wunderschönen Feld mit Traktoren, Heuballen und Apfelbäumen vorbei. Nach einer scharfen Bremsung riss ich das Fahrrad zurück. Habt Ihr schon einmal einen Traktor gezeichnet? Plant ein paar Stündchen ein. 😅

On a bycicletour on the Main I discovered a tractor standing between hay bales and appletrees. It was a real challenge sketching this beautiful guy.

Hongkong

Hongkong Wanchaimarket

Marek Badzynski rief auf Instagram zu einer Challenge auf, mit Paul Wang einen Markt in Hongkong zu zeichnen. Dies ist meine Version. Ich habe mit einem Fudepen gezeichnet, der eine breite, gebogene Feder hat. Er zeichnet wie von selbst. 😊

Zeichnungen der wunderbaren Burg Eltz

Marek Badzynski (@marekbad64) hat eingeladen, mit ihm und Alán (@seethelines) Burg Eltz zu zeichnen.

War eine ziemliche Herausforderung, vor allem die Frau im Vordergrund. 🙂 Gezeichnet habe ich mit meinem wundervollen japanischen Füller, der mir seit Jahren die Treue hält. Platinum Pen mit Carbon Ink. Selbst, wenn ich ihn mal ein paar Wochen nicht benutzt habe, fließt die Tinte ohne Probleme. Und ich kann so herrlich damit scribbeln. Genießt die Sonne und gehabt Euch wohl, wie die Rittersleute zu sagen pflegten.

Zeichnen mit Künstlern aus aller Welt

Amarante
Amarante

Über Instagram lerne ich zur Zeit interessante Künstler kennen und es ist sehr schön, gemeinsam zu zeichnen, auch wenn viele Tausend Kilometer zwischen uns liegen. Diesmal #drawUrbanview with @Carlosrubinaster from Portugal

Er postet Fotos und ruft dazu auf, gemeinsam zu künstlern! Macht mit!

Himmel pinseln

„Schreib‘ doch mal über das Malen von Himmel und Boden in Deinem Blog!“, wünschte sich meine Tochter, als wir durch den Schnee stapften.

Rosenfingrige Morgenröte, grauschwarze Regenvorhänge wehen, purpurrote barocke Sonnenuntergänge, wolkenloser blauer Himmel, schwere Gewitterwolken türmen sich rußschwarz, Nachthimmel mit dem gelben alten Runden, gelber Schneehimmel, Wolkenfetzen wie graue Putzlumpen: Götterkulisse

Ihr ahnt es schon; es ist ein weites Feld. Wir beginnen mit Harmlosem und steigern uns dann zu wirklichem Drama, wie in unseren Beziehungen.

Ich habe ein ganz einfaches Motiv gezeichnet, um erste Prinzipien zu erklären. Der Himmel ist transparent, durchscheinend, man schaut in die Ewigkeit. Deshalb wählt man als Grundfarbe oft Siena Natur (habe ich gewählt), Ocker oder Neapelgelb. Merkwürdig, denkt Ihr? Der Himmel ist doch blau! Wenn Ihr in die Ferne schaut, werdet Ihr feststellen, dass Himmel und Erde verschmelzen, es ist keine klare Kontur auszumachen, am Übergang verschmelzen die Farben von Himmel und Erde. In den Bildern Leonardo da Vincis könnt Ihr dieses sogenannte Sfumato entdecken.

Später werden wir auch opake, granulierende Farben wählen.

Während mein Siena noch nass ist, lasse ich ein kühles Ceruleanblau (Himmelblau) in die Farbe fliessen, auch unten in das entstehende Laub. Es entsteht entgegen der Erwartung (Gelb und Blau gibt…) kein Grün. Ich habe die Himmelsfarbe auch in die Büsche gegeben, weil sich die Farben des Himmels immer in der Landschaft spiegeln.

Nun habe ich in die Büsche ein warmes Gelb gegeben (New Gamboge), um ein Grün entstehen zu lassen. Grundsätzlich verblauen Dinge, die in der Ferne liegen und uns Nahes ist wärmer im Farbton. Ihr seht dies, wenn Ihr auf entfernte Berge schaut, diese sehen Blau aus. Nahes ist differenzierter und Entferntes verschwommen und unklar.

Im letzten Bild könnt Ihr noch etwas Wichtiges sehen: Der Himmel ist am Horizont heller als in der Nähe (also am oberen Bildrand). In der Ferne ist der Himmel kälter als in der Nähe. Der Vordergrund ist immer dunkler als der Hintergrund, deshalb habe ich vorne in die unteren Büsche ein Ultramarinblau getupft, das rötlich, also warm ist. Auf der Oberseite der Bäume und Büsche tanzt das Licht, während an der Unterseite Schatten liegt. Seht Ihr, wie das Gelb nach vorne rückt?

Diese Art des Aquarellierens nennt man übrigens Lasertechnik.

So, das war jetzt viel Information für einen Blogbeitrag.

Ich hoffe, Ihr werdet ein bisschen experimentieren und wie der berühmte Wolkenmaler Turner sagen:“Stör mich nicht, ich bin am Himmeln!“. Ich freue mich über Eure Studien und verdufte jetzt.

Bald mehr von Eurer Fannyblu

P.S. Ihr könnt natürlich auch ein Cyanblau, Preußischblau oder ein anderes kaltes Blau aus Eurer Palette nehmen und ein Delftblau, Ultramarin oder Kobalt Azur für die warmen Töne.

Zeichnen bei 36 Grad in Koblenz

Meine Freundin Kerstin und mich zieht es inzwischen jeden Tag nach draußen, um zu zeichnen. Wir werden ansonsten ganz kribbelig, also sitzen wir auch bei kochendem Asphalt auf unseren Höckerchen. Der größte Segen ist dann, wenn ein Wölkchen die Sonne verdeckt oder ein Passant einen interessierten Blick auf unsere Zeichnung wirft und etwas Schatten spendet. Wir haben von Zeichnern gehört, die im Winter mit Wodka aquarellieren, weil sonst das Wasser gefriert. Oder Turner hat sich angeblich an einen Schiffsmast binden lassen, um den Sturm auf dem Meer hautnah zu erleben. Solche Geschichten kann man sich erzählen, wenn der Schweiß in Sturzbächen über den Rücken rinnt. Dann ist es gar nicht mehr so schlimm.

Meditatives Zeichnen

Ich sitze da wie ein Fels und zeichne. Meine Malfreundin wird schon ganz unruhig und seufzt. Ein Strich, noch einer und noch einer…. einfach nur dasein…

´Lass uns Autos zeichnen‘ mit den Urban sketchern Köln/D

Da rollte gestern ein Knaller nach dem anderen auf den Hof von Motorworld. Chrom, Flügelchen, Türen, die nach vorne öffnen, Autos mit richtig Charakter. Nicht die hässlichen Haifische, deren Inneres heutzutage aggressive Fahrer mit Testosteron bedampfen, sondern Fahrzeuge mit Witz und Charme fuhren langsam an uns vorbei, mit vor Stolz berstenden Insassen. War einfach schön.