Ein und derselbe Wind..

Ein und derselbe Wind streift

Über die Kiefern am Berg und die Eichen im Tal

Warum klingt Ihr Rauschen denn so verschieden?

Heute habe ich sowohl auf Pauspapier als auch auf Zeichenpapier gezeichnet. Dann habe ich das transparente Papier auf das weiße gelegt, einmal auf die gleiche Zeichnung, einmal auf einen Druck.

Mir gefällt der Effekt!

Die Sonne scheint mir in’s Gesicht. Nach den diesigen Tagen zieht es mich nach Draußen. Adieu und bis bald!

Stille Nacht

Mein Kopf fühlt sich an wie eine Schneekugel, denk ich an Weihnachten:

Weihnachtsbaum schlagen, Hirschgulasch essen, Plastikkerzen, echte Kerzen, Geschenkpapier, rote Kugeln, grüne, Christkind, Vanillekipferl, Frank Sinatra, Nikolaus, Frieden, Freude, Harmonie, Glühwein, Rindswurst……… STOP!!!

Stille

Nachdem ich die Stereotype aus meinem Kopf vertrieben habe, erinnere ich mich an Weihnachten als Kind.

Mein Vater kaufte an jedem Heiligabend einen armselig schütteren, asymmetrischen Baum (auch er eine Künstlerseele), was bei meiner Mutter cholerische Anfälle auslöste.

Wir sangen uns mit Weihnachtsliedern in Ekstase, mein Papa begleitete mit der Gitarre. Mama durfte nicht, sie traf die Töne nicht so. Mein Schwesterherz sang immer: „Hallejuja!“.

Es gab ein Menü á la Bocuse. Meine Mama ist eine grandiose Köchin (der Grund, weshalb ich, wenn ich in einer Mensa esse, Speiseröhrenkrämpfe bekomme).

Und die Geschenke: ein Kassettenrecorder, mit dem ich gleich Hits aus dem Radio aufnahm. Man hörte immer die halbe Ansage und das Geräusch der Aufnahmetaste. Oder eine herrliche, rote Melodica (gibt es die noch?). Meine Eltern müssen echt Nerven gehabt haben.

Ein bisschen wie Weihnachten bei Loriot, wo der Junge einen Bausatz für einen Atombunker bekommt.

Da alles weiter nichts ist, als es ist, kann man ruhig in Gelächter ausbrechen

Meine Großmutter hatte Humor, den Schalk im Nacken, hat beim Kartenspielen gepfuscht und sich kein bisschen geschämt, wenn sie aufflog. Von ihr habe ich gelernt, dass Bildung einen Menschen verschönern kann. Und dass künstlerisches Arbeiten fein und sorgfältig ausgeführt werden muss. Manchmal wünschte ich, ich könnte noch einmal einen Nachmittag mit ihr verbringen.

Spruch: Long Chen Pa