Fallen Angels

Where do fallen angels go

I just don ‚t know

where do fallen angels go

they keep falling, falling, falling..

Aerosmith

Kreide und Papier: die Zweite!

Nach Versuchen, etwas wirklich richtig Gutes zu zeichnen, womöglich noch auf teurem Papier, die meist missglücken, gibt es nur Eines: Blind mit links zeichnen.

Es entspannt, lockert, macht glücklich und den Kopf frei für neue Experimente. Und ich finde spannende Themen für die kommende Zeit.

Während ich versuche, dies zu schreiben, liest mein Mann mir aus der Biographie von Miles Davis vor, zeigt mir Fotos von dessen Versuchen als Maler, fragt mich, ob ich ein Ei möchte, spielt mir sketches of spain vor, puh, ich kann mich nicht konzentrieren.

Also, ich muss mich kümmern: Macht’s gut!

Die Vorstellung einer Gottheit, die den Hochmut oder die Unbotmäßigkeit ihrer Geschöpfe dadurch bestraft, dass sie sie in die Tiefe stößt, ist sehr alt: In Homers Ilias erzählt Hephaistos etwa davon, wie Zeus ihn an der Ferse packte und ihn von der Schwelle des Olymps schleuderte, so dass er nach eintägigem Flug auf die Insel Lemnos herabfiel und „kaum noch Leben atmete“.

(Wiki)

Trois crayons

Mit Kreidestaub bedeckt sitze ich hier an meinem Bartisch in der Küche. Gescheitert und völlig groggy. Gestern war ich mit meinem Malbuddy in der Gurlitt-Ausstellung in Bonn. ˋKreide auf Velinpapier´ stand unter sehr vielen Werken.

Wir, gleich danach, ganz beseelt zum Kunstbedarf gestiefelt und Velinpapier und Kraftpapier besorgt. Heute legte ich mir meine Conté- Kreiden und ein paar Pastellkreiden zurecht und begann mit Feuereifer nach Vorlagen von Pinterest zu zeichnen.

Wie kann ein Mensch mit diesen groben, klobigen Kreiden solche Feinheiten zeichnen, ohne A1 zu benutzen? Wie, in Gottes Namen, kann ein Künstler mit Strichen solche Weichheit erzeugen? Wie erreicht man die subtile Kostbarkeit solcher Zeichnungen? Ich stehe vor einem Rätsel, aber meine Maxime lautet: „Niemals, unter keinen Umständen, aufgeben.“

Macht Euch also gefasst auf weitere Zeugnisse meines Scheiterns. Da müsst Ihr mir jetzt die Stange halten.

Kreidige, staubige Grüße aus meiner Küche!

diese um ihre Köpfe verstürmten Öhrlinge Stiefmütterchen….

So beginnt das Gedicht ‚Flugschrift‘ von Friederike Mayröcker. Ich habe nie Kostbareres als ihre Gedichte gelesen. Sie lösen tiefe Zärtlichkeit für unser schönes Leben und die geschenkte Natur in mir aus. Die Gedichte überwinden alle Schutzwälle und treffen mitten ins Weiche, mit aller Kraft, die Schwingung der Worte haben kann. 

Sucht Ihr nach einer Inspiration zum kreativen Arbeiten? Lest von dem ‚ Rosenstrauch, grüner Flor, dieser Dom aus Blättern, Kuppel…‘ oder ‚ die Meszgewänder der Pfingstrosen rauschen…‘. 

Lest Mayröcker

Heute poste ich ein Bild, das ich mit Acryltinte getropft habe. Ich habe ein gutes, 300 Gramm schweres Aquarellpapier genommen und mit einem großen Pinsel Wasser darauf getropft. In diese Tropfen habe ich Tinte fallen lassen und mit Faszination zugesehen, wie die Farbe aus- und ineinander fließt. Das ist ein wunderbares Erlebnis. Besonders harmonisch ist es, wenn wenige Farben verwendet werden ( z.B. Schwarz und Goldocker, Magenta und Blau). 

Viel Freude an den Rosenblattfaltervogelwelten! 
Leseempfehlung: Scardanelli (Suhrkamp, 2009), Liebesgedichte (Insel Taschenbuch, 2006) und noch viel mehr! 

Auf dem Wasser zu singen

Wie schön, Euch auf meinem neuen Blog begrüßen zu dürfen! Herzlich willkommen!

Welches Lied, glaubt Ihr, singt der Ruderer?

Das Bild ist eines, das ich nach dem Hören eines indischen Liedes gemalt habe. Ich tauchte einen Sisalfaden in schwarze Gouache- Farbe und ließ ihn mit geschlossenen Augen über das Papier tanzen. Ich lenkte meine Aufmerksamkeit auf mein Atmen und ging ganz mit meinen Bewegungen mit, aufmerksam und wach. Danach drehte ich das Blatt und suchte nach einem für mich sichtbar werdenden Bild. Mit Pastellkreiden belebte und verstärkte ich es.

Es ist spannend, welche Themen wir auf diese Art sehen und welche Verbindung zu unseren aktuellen Lebensthemen wir entdecken können. Ein Mensch, der mit aller Kraft rudert, dem Mond entgegen, tief in das Wasser eintauchend, unbeirrt….

 

Wenn Ihr mir eines Eurer so entstandenen Bilder schicken möchtet.. nur zu! Ich stelle Euch eine gute Frage!

Inspiriert?