Fannyblu'malt

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Das erste Baby habe ich in Tinte und Aquarell gemalt, das zweite in Bleistift und Aquarell. Ich habe eine neue limited palette, benutze nur 8 Farben. Jenny Adams empfahl sie bei einem Workshop der urban sketcher. Ursprünglich ist sie von Jane Blundell.  Diese 6 Farben plus neapelgelb und kobalttürkis probiere ich zur Zeit. Macht Spass, sich auf ein paar Farben zu beschränken. Versucht es! Manche Künstler malen mit nur 3 Grundfarben.  Habt… Weiterlesen

„Oft, wenn ich einschlafe, fühle ich unter mir den schwankenden Abflug des großen Eskimovogels, der wie ein zögerndes Flugzeug seinen Kurs sucht.“ Das ist die erste Strophe des Gedichtes ‚Eskimovogel‘ von Hilde Domin.  Woran denkt Ihr, wenn Ihr Euch erinnert an das Zubettgehen als Kinder? Pflegtet Ihr ein Ritual? Habt Ihr etwas davon hinübergerettet in Euer Einschlafen als Erwachsene? Wurdet Ihr manchmal nach langen Autoreisen von Euren Eltern in’s Bett getragen?  Schreibt… Weiterlesen

..im Museum Mittelrhein in Koblenz. Ich hänge hier gerade auf meiner Couch, denke, was soll ich bloß schreiben und sinke tiefer, rutsche langsam zu Boden, mit dem Kopf voran, hake meine Füße an die Lehne, um nicht abzustürzen, hänge weiter so und entdecke etwas Cooles:  Spiegelung in meinem Druck.  Lasst Euch nicht unterkriegen und macht Sachen, die Euch Rosenwangen machen! 

patina feines vornehmhäutchen  flaumig gewachsenes atmosphärengrün gotteshausschimmel du sagst rotdrosselbäuchlein nach oben blu Hallo, Ihr lieben Leser des fannyblu-blogs, bin wieder daheim und habe 2 Skizzen aus Salzburg mitgebracht. Konnte, an der Salzach sitzend, durch die Touri- Ströme immer mal einen Blick auf’s Panorama erhaschen. Die herrlichen Patinatürme habe ich mit einer Kobalttürkis/ Neapelgelb- Mischung gemalt.  Legt warme Farben bereit und strahlt dem Herbst entgegen!

Abendwind –  von meinem Herzen sind so viele Blüten abgefallen es hockt erbärmlich zwischen meinen Rippen blu

Die Ohren, sie brausen, die Haare, sie sausen und wehen hintan! “ Heinrich Seidel schrieb das Gedicht ‚Die Schaukel‘ , aus dem ich Euch einen Ausschnitt zeige.  Eine wichtige Person des Originalgemäldes habe ich nicht gezeichnet. Wisst Ihr, wer fehlt?  Als Kind versuchte ich stets vergeblich,  mit ‚Überschlag‘  zu schaukeln. Noch immer klingen mir die gellenden Schreie meiner Mutter in den Ohren, wenn ich den Absprung immer höher und weiter versuchte. Hatte… Weiterlesen

Otto Dix, der Maler,  der viele seiner Modelle grotesk und monströs darstellte,   hat Bilder von Säuglingen gemalt,  die ich stundenlang betrachten kann.  Ihr müsst sie Euch unbedingt ansehen, auch, wenn Ihr sie schon kennt.  Die Kinder sehen alt aus, ausgeliefert und roh. Großartig! Ich zeichne, seitdem ich sie gesehen habe, Babys, in vielen Variationen. Die Kombination von schwarzer Tinte mit Chinacridongelb in dieser Zeichnung gefällt mir sehr gut.  Malt, malt, sonst… Weiterlesen

..male ich ein Bild von mir,  mit einem dicken Marker,  vor dem Spiegel.   Werfe Farben auf‘ s Papier, alles, nur keine Hautfarbe.  Und : es gibt ein Gedicht von Helmut Krausser, das meine Stimmung enorm anheben kann.  Die Sache mit dem Zwergchamäleon – Iff hab waf fiffen den Fähnen – kannft du ma nachfehn? – Oh, tatsächlich, da sitzt ein Zwergchamäleon. – Efft? Was mafft daf ’n da?  – Jetzt wird es… Weiterlesen

Mit der Last von tausend  Kürbissen und meiner Frau auf dem Anhänger fahr ich vom Nebel durchnässt über die Felder zurück!  Tokita Norio: Hoppōron, 1982 Ich weiß wohl, dass das keine Kürbisse sind,  aber ich fand dieses Gedicht 1000 mal schöner als das mit Melonen.  Es handelt es sich übrigens um ein Tanka – ein Gedicht aus 31 Silben in 5 Versen aus Japan.  Es ist aus einer wunderbaren Anthologie : ‚Gäbe… Weiterlesen