Fannyblu'malt

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Ach ich stürzte in einen Heckenrosenstrauch. Nun weiß ich nicht was mich gefangen hält: Sind es die zarten Dornen oder ist es der wilde Rosenduft. Paula Ludwig Weiter oben: Heinrich Heine

 Wo, zum Teufel, sind all‘ die großartigen Gedichtbände hingekommen? Ich bin sicher, es gibt sie, irgendwo. In unseren Buchhandlungen jedenfalls sind sie nicht. Ich will sie riechen, spüren, blätternd aus der Zeit fallen, aussaugen.  Das folgende Gedicht wurde 1924 von einem polnischen Poeten geschrieben. Es wurde in einem wunderbaren Gedichtband mit Picasso- Zeichnungen veröffentlicht ( polnische Liebesgedichte/ Inselverlag). Sie legte ihr haar zurecht vor dem spiegel und vor dem schlaf  Das… Weiterlesen

„Oft, wenn ich einschlafe, fühle ich unter mir den schwankenden Abflug des großen Eskimovogels, der wie ein zögerndes Flugzeug seinen Kurs sucht.“ Das ist die erste Strophe des Gedichtes ‚Eskimovogel‘ von Hilde Domin.  Woran denkt Ihr, wenn Ihr Euch erinnert an das Zubettgehen als Kinder? Pflegtet Ihr ein Ritual? Habt Ihr etwas davon hinübergerettet in Euer Einschlafen als Erwachsene? Wurdet Ihr manchmal nach langen Autoreisen von Euren Eltern in’s Bett getragen?  Schreibt… Weiterlesen

patina feines vornehmhäutchen  flaumig gewachsenes atmosphärengrün gotteshausschimmel du sagst rotdrosselbäuchlein nach oben blu Hallo, Ihr lieben Leser des fannyblu-blogs, bin wieder daheim und habe 2 Skizzen aus Salzburg mitgebracht. Konnte, an der Salzach sitzend, durch die Touri- Ströme immer mal einen Blick auf’s Panorama erhaschen. Die herrlichen Patinatürme habe ich mit einer Kobalttürkis/ Neapelgelb- Mischung gemalt.  Legt warme Farben bereit und strahlt dem Herbst entgegen!

Abendwind –  von meinem Herzen sind so viele Blüten abgefallen es hockt erbärmlich zwischen meinen Rippen blu

Denn wir wollen dich mit haut und haaren  nicht nur kritzeln und malen sondern auch gucken und drucken  fluchten und peilen winkeln und detailen. Dieses Bild zeichnete ich nach einem Modell in einem Aktzeichenkurs. Es gibt nach anfänglichem Bibbern und Bangen und Seitenschielen zum Vergleich mit den Malkollegen (oh, Gott, wie gut sind die denn?) immer einen Wendepunkt, an dem meine Muskeln sich entspannen. Jetzt flutet Energie, der Arm schwingt und ganz… Weiterlesen

Die Ohren, sie brausen, die Haare, sie sausen und wehen hintan! “ Heinrich Seidel schrieb das Gedicht ‚Die Schaukel‘ , aus dem ich Euch einen Ausschnitt zeige.  Eine wichtige Person des Originalgemäldes habe ich nicht gezeichnet. Wisst Ihr, wer fehlt?  Als Kind versuchte ich stets vergeblich,  mit ‚Überschlag‘  zu schaukeln. Noch immer klingen mir die gellenden Schreie meiner Mutter in den Ohren, wenn ich den Absprung immer höher und weiter versuchte. Hatte… Weiterlesen

..male ich ein Bild von mir,  mit einem dicken Marker,  vor dem Spiegel.   Werfe Farben auf‘ s Papier, alles, nur keine Hautfarbe.  Und : es gibt ein Gedicht von Helmut Krausser, das meine Stimmung enorm anheben kann.  Die Sache mit dem Zwergchamäleon – Iff hab waf fiffen den Fähnen – kannft du ma nachfehn? – Oh, tatsächlich, da sitzt ein Zwergchamäleon. – Efft? Was mafft daf ’n da?  – Jetzt wird es… Weiterlesen

Niemals anders sah ich Dich erwachen als mit einem heitern Lachen. Gleich als ob von einem Paradiesesbaume Blüten du gepflückt im Traume. Und so hoff ich, dass mit heiterm Lachen Jetzo auch du wirst erwachen Droben von des Lebens kurzem Traume Unterm Paradiesesbaume. Aus den Kindertodtenliedern von Friedrich Rückert

Mond und Blumen, ach- Neunundvierzig Jahre umhergegangen und die Zeit vertan.  Issa Heute möchte ich Euch von meinem kreativen Arbeiten mit den kürzesten aller lyrischen Texte aus Japan erzählen, den Haikus. Eine Folge von fünf- sieben- fünf Zeilen, meist Naturbetrachtung, ist das Haiku und kann doch das ganze Sein in einem Augenblick, die Welt und deren Vergänglichkeit spüren und empfinden lassen.  Ich nehme ein feines, leeres Blatt, lege es vor mich hin… Weiterlesen