Schlagwort: Blog
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Im Fluss
„Es ist gut, über die Flüsse zu reden. Noch besser ist es, mit Ihnen zu sprechen. Aber das Beste ist, einFluss zu werden.“ Elmar Schenkel
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Weiße Rauchfahnen
Ich trauer nicht, ich rufe nicht, ich weine nicht- Alles verfliegt wie weißer Rauch aus Apfelgärten. Sergej Jessenin
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Trois crayons
Mit Kreidestaub bedeckt sitze ich hier an meinem Bartisch in der Küche. Gescheitert und völlig groggy. Gestern war ich mit meinem Malbuddy in der Gurlitt-Ausstellung in Bonn. ˋKreide auf Velinpapier´ stand unter sehr vielen Werken. Wir, gleich danach, ganz beseelt zum Kunstbedarf gestiefelt und Velinpapier und Kraftpapier besorgt. Heute legte ich mir meine Conté- Kreiden…
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Meerumschlungen
In Martin Walsers Roman „Brandung“ wird der Protagonist, Helmut Halm, von Brandungswellen niedergedrückt. „Die auf ihn einschlagende Welle warf ihn einfach um. Er schlug mit dem Rücken und mit dem Hinterkopf auf den gar nicht weichen Sand, überschlug sich rückwärts, wurde unter Wasser gewirbelt, gedreht, geworfen. Luft hatte er eigentlich nicht mehr. Er war in…
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Stille Nacht

Mein Kopf fühlt sich an wie eine Schneekugel, denk ich an Weihnachten: Weihnachtsbaum schlagen, Hirschgulasch essen, Plastikkerzen, echte Kerzen, Geschenkpapier, rote Kugeln, grüne, Christkind, Vanillekipferl, Frank Sinatra, Nikolaus, Frieden, Freude, Harmonie, Glühwein, Rindswurst……… STOP!!! Stille Nachdem ich die Stereotype aus meinem Kopf vertrieben habe, erinnere ich mich an Weihnachten als Kind. Mein Vater kaufte an…
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Die Wissenschaft ist der Verstand der Welt, die Kunst ihre Seele.
Das Bild habe ich aus einem Film über den heiligen Franziskus. Ich habe eine besondere Beziehung zu Franz von Assissi, weil ich eine Klosterschule der Franziskanerinnen besucht habe. Da steht er, über den Dächern und fliegt inˋs Blau. Mit den Vögeln. Frei und eins mit der ganzen Welt. Ich erinnere mich. Oben: Maxim Gorki
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Ich bin sehr sanft, nenn mich Kamille

..aus einem Gedicht von Sarah Kirsch, der Lyrikerin, die Wolken, Wind und Schatten beobachtete und die leider nicht mehr ist.
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Die schreckliche Lust des Auges…

„Muss ich mir Sorgen machen? Alles ok?“, fragte meine Tochter, als sie die Bilder gesehen hat, die ich heute gemalt habe. Es liegt nicht am trüben Herbsttag, sondern an der Inspiration durch Klinger, Janssen und Co. Die Kraft bewahren, gucken und zeichnen, nicht mehr. „Damenherren, ich will sie nicht in womöglich melancholischer Stimmung entlassen. ……
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Vive la peinture!
Gestern habe ich mir die Ausstellung : *Matisse und Bonnard, eine 40 Jahre währende Freundschaft* im Städel in Frankfurt angeschaut. Ganz wunderbar war es für mich, die Originalzeichnungen Bonnards in kleinen Kalendernotizbüchern zu sehen. Immer wieder seine Frau Marthe im Bad, in der Wanne, in Spiegeln hinter Waschschüsseln, über Waschzubern. Und Matisse, der alles…
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Ohrenbetäubende Bilder

Wo, zum Teufel, sind all‘ die großartigen Gedichtbände hingekommen? Ich bin sicher, es gibt sie, irgendwo. In unseren Buchhandlungen jedenfalls sind sie nicht. Ich will sie riechen, spüren, blätternd aus der Zeit fallen, aussaugen. Das folgende Gedicht wurde 1924 von einem polnischen Poeten geschrieben. Es wurde in einem wunderbaren Gedichtband mit Picasso- Zeichnungen veröffentlicht…